Felsformationen von Ayo
Riesige Dioritblöcke beim Dorf Ayo, an denen Arubas indigene Bewohner Felsmalereien hinterließen – ruhiger als Casibari, mit kurzen Wegen.
Die Ayo-Felsformationen sind Haufen monolithischer Dioritblöcke beim Dorf Ayo im Inneren Arubas, wenige Minuten östlich von Casibari und rund 3 km von der Nordküste entfernt. Zwischen den Felsen hinterließen Arubas indigene Bewohner gemalte Zeichen, die an geschützten Stellen noch zu sehen sind. Der Ort ist kleiner und ruhiger als Casibari; statt eines Gipfelaufstiegs führen Wege um die Blöcke herum.
Was unterscheidet Ayo von Casibari?
Beides sind Gruppen gerundeter magmatischer Blöcke, die auf der abgetragenen Ebene des Aruba-Batholiths stehen blieben. In Casibari führen Stufen nach oben; in Ayo liegt das Interesse auf Bodenhöhe – bei den Formen der Felsen, den schattigen Überhängen und der Felskunst. Wege mit Stufen umrunden die Formation und führen durch einige enge Spalten. Von höheren Punkten blickt man über den Cunucu (das Land) zum Hooiberg und zur Nordküste.
Was sind die Felszeichnungen von Ayo?
Es sind Piktogramme: geometrische und figürliche Zeichen, meist mit rotbraunem Pigment an die Unterseiten der Blöcke gemalt, wo sie vor Sonne und Regen geschützt waren. Sie werden den Arawak sprechenden Völkern zugeschrieben, die vor dem europäischen Kontakt auf Aruba lebten; laut Wikipedia nutzten die Arawak den Ort bei religiösen Riten. Mehrere Felskunst-Stätten Arubas – etwa die Zeichnungen der Fontein-Höhle – wurden durch Graffiti beschädigt. Deshalb sind manche heute eingezäunt, vergittert oder nur mit Führung zu sehen.
Wie besucht man die Felskunst richtig?
- Schauen, nicht anfassen. Hautfett, Sonnencreme und Wasser lassen jahrhundertealtes Pigment schneller verblassen.
- Keine Kreide, kein Nachzeichnen, kein Befeuchten, um die Farbe für Fotos „hervorzuholen“.
- Auf den Wegen bleiben und Absperrungen oder Gitter vor bemalten Flächen respektieren.
- Nicht auf bemalte Blöcke klettern und keine Steintürmchen bauen.
Wann ist die beste Zeit?
Vormittags, bevor sich der Stein aufheizt und solange das flache Licht die Formen betont. Ayo hat meist weniger Gruppen als Casibari und eignet sich daher für einen ruhigen Stopp. Offizielle Öffnungszeiten oder Eintrittspreise werden nicht veröffentlicht; der Beschilderung am Eingang folgen.
Gut zu wissen
- Geschlossene Schuhe mit Profil tragen; die Wege sind uneben und teils felsig.
- Zwischen den Blöcken gibt es wenig Schatten – Wasser und Hut mitnehmen.
- Die Ruinen von Bushiribana liegen kurz nördlich an der Küste; Ayo passt daher gut in eine Inselrundfahrt durch das Inselinnere.
Nicht verpassen
Anreise
Von Casibari einige Minuten Richtung Osten zum Dorf Ayo fahren und der Beschilderung folgen; die Straßen sind asphaltiert, jeder Pkw geht. Von der Nordküste liegt der Ort rund 3 km landeinwärts vom Gebiet Bushiribana.
Lokale Tipps
- Malereien nicht berühren. Haut, Sonnencreme und Wasser schädigen das alte Pigment. Ohne Blitz fotografieren, Hände weg.
- Mit Casibari verbinden. Casibari bietet die Gipfelsicht, Ayo die Felskunst und Ruhe – zusammen ein entspannter Vormittag.
- Wasser und griffige Schuhe. Schatten ist rar, der Fels glatt und uneben.
Aktivitäten hier
In der Nähe
Huchada Bakery & Lunchroom
Bäckerei in einem Cunucu-Haus nahe Santa Cruz, bekannt für Pastechi, Ziegensuppe und Cashewkuchen; Mo–Sa ab 6 Uhr geöffnet.
Goldmühlenruine Bushiribana
Steinruine einer Goldaufbereitungsanlage aus den 1870er-Jahren an Arubas wilder Nordküste – frei zugänglich, aber fragil.
Felsformationen von Casibari
Riesige Tonalitblöcke im Inselinneren nördlich des Hooiberg, mit Stufen und engen Durchgängen bis zu einem 360°-Aussichtspunkt.
Weitere Sehenswürdigkeiten
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Riesige Tonalitblöcke im Inselinneren nördlich des Hooiberg, mit Stufen und engen Durchgängen bis zu einem 360°-Aussichtspunkt.
Hooiberg
Arubas kegelförmiger, 165 m hoher „Heuhaufen“ in der Inselmitte – rund 600 Stufen führen zu einem Gipfel mit Rundumblick.