Inselrundfahrt zu den Highlights
Eine Tagesrundfahrt auf eigene Faust: California Lighthouse, Alto-Vista-Kapelle, Goldmühle Bushiribana, Felsen von Ayo und Casibari, Hooiberg, Arikok und Baby Beach.
Aruba ist rund 32 km lang und höchstens 10 km breit – mit dem Auto sieht man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an einem Tag. Diese Runde beginnt an der Nordwestspitze, quert das Inselinnere zu den Felsformationen und dem Arikok und endet in der Südostecke der Insel, überwiegend auf asphaltierten Straßen; gefahren wird rechts. Mit Stopps sollte man 6–8 Stunden einplanen.
Wie verläuft die Route?
- California Lighthouse – auf dem Hudishibana-Plateau nahe Arashi Beach. Der 30 m hohe Turm wurde um 1914–1916 gebaut, 1918 erstmals befeuert und nach der SS California benannt, einem britischen Dampfer, der am 23. September 1891 vor dieser Küste sank. Eine Wendeltreppe mit 123 Stufen führt nach oben; am Tag selbst prüfen, ob sie geöffnet ist.
- Alto-Vista-Kapelle – etwa 8 km vom Leuchtturm. Der venezolanische Missionar Domingo Antonio Silvestre baute hier 1750 die erste Kapelle; das heutige Gebäude stammt von 1952. Weiße Kreuze des Kreuzwegs säumen die teils unbefestigte Straße von Noord hinauf.
- Ruinen der Goldmühle Bushiribana – Steinruinen nahe der Nordküste, Erinnerung an den Goldrausch, der 1824 begann, als der zwölfjährige Hirte Willem Rasmijn Gold fand.
- Felsformationen von Ayo und Casibari – Haufen riesiger Felsblöcke im Inselinneren, zwei der bekanntesten Wahrzeichen Arubas.
- Hooiberg – der 165 m hohe Kegelberg bei Santa Cruz. Eine 1951 gebaute Betontreppe führt zum Gipfel; eine Zählung von 2022 ergab rund 587 Stufen.
- Arikok-Nationalpark – Einfahrt bei San Fuego (Besucherzentrum täglich 8:00–15:30 Uhr; Conservation Pass 22 US$ pro Erwachsenem 2026). Auf den Parkstraßen gilt Tempo 20. Der Natural Pool ist nur per 4×4 erreichbar: Normale Autos dürfen nicht über die Kontrollpunkte hinaus.
- Savaneta und Zeerovers – die Südküstenstraße Richtung San Nicolas; ein naheliegender Mittagsstopp.
- San Nicolas und Baby Beach – erst der Street-Art-Rundgang, dann Baden in der geschützten Lagune. Von den Palm-Beach-Hotels sind es zum Baby Beach etwa 45 Autominuten.
Zurück geht es entlang der Südküste nach Oranjestad zum Sonnenuntergang.
Wann fährt man am besten?
Früh los: Nordküste und Arikok bieten kaum Schatten, und die mittleren Tageshöchstwerte reichen von 30 °C im Januar bis 33 °C im August–September (Departamento Meteorologico Aruba). In der beschriebenen Richtung ist man vor Mittag im Park und nachmittags an der ruhigen Südküste. Die Regenzeit (etwa September–Januar) bringt kurze Schauer, die unbefestigte Abschnitte matschig machen können.
Was wird oft falsch eingeschätzt?
- Offroad-Zugang – Pisten an der Nordküste und im Inneren des Arikok sind rau; auf markierten Straßen bleiben und daran denken, dass ATVs und UTVs in Naturschutzgebieten verboten sind (siehe Jeep- und UTV-Touren).
- Baden – an Nord- und Ostküste herrschen starke Strömungen; zum Schwimmen den Baby Beach oder die Westküste wählen.
- Zeit – die Strecken sind kurz, die Stopps summieren sich; wer wandern will, teilt die Runde auf zwei Tage auf, wie im 5-Tage-Plan für den ersten Besuch.
- Benzin, Wasser und Bargeld – Wasser und etwas Bargeld dabeihaben; außerhalb der Orte gibt es wenig Infrastruktur.
Geht es auch ohne Auto?
Teilweise. Die Arubus-Linie L10 fährt bis Arashi nahe dem Leuchtturm, die Linien L1, L2 und L3A verbinden Oranjestad und San Nicolas, und die L900 fährt von San Nicolas zum Baby Beach (Einzelfahrt 4,50 AWG / 2,60 US$ im Jahr 2026). Die Ziele im Inselinneren und der Arikok sind mit dem Auto deutlich einfacher. Mehr unter Unterwegs auf Aruba.
Wohin
Gut zu wissen
- Vor Mittag im Arikok sein. Das Besucherzentrum San Fuego verkauft Pässe von 8:00 bis 15:30 Uhr; nachmittags gibt es im Park in der Hitze kaum Schatten.
- Ohne 4×4 kein Natural Pool. Normale Autos dürfen nicht über die Kontrollpunkte hinaus; stattdessen eine 4×4-Tour buchen oder wandern.
- An der Nordküste nicht baden. Auf der Luvseite sind die Strömungen stark; zum Baden ist der Baby Beach am Ende der Runde da.
Häufige Fragen
Kann man Aruba an einem Tag umrunden?
Ja. Die Insel ist etwa 32 km lang und 10 km breit; eine Runde zu den Highlights dauert mit Stopps 6–8 Stunden.
Braucht man auf Aruba einen 4×4?
Für diese überwiegend asphaltierte Runde nicht. Für den Natural Pool schon – normale Autos dürfen nicht über die Kontrollpunkte hinaus.
In welche Richtung fahre ich die Runde?
Wer am California Lighthouse beginnt und nach Osten fährt, ist am kühleren Vormittag im Arikok und nachmittags zum Baden am Baby Beach.
Weitere Aktivitäten
Stadtrundgang Oranjestad
Ein Rundgang auf eigene Faust durch Arubas Hauptstadt: Fort Zoutman und Willem-III-Turm, restaurierte Fassaden der Wilhelminastraat, Main Street und die kostenlose Innenstadt-Tram.
2–3 Std.
Street-Art-Rundgang San Nicolas
Ein Rundgang auf eigene Faust zu den Wandbildern von San Nicolas, Arubas ehemaliger Raffineriestadt, in der die Aruba Art Fair seit 2016 Dutzende große Werke hinterlassen hat.
1–2 Std.
Wandern im Arikok
Wege durch den Arikok-Nationalpark, vom leichten Cunucu-Arikok-Rundweg bis zum Jamanota, Arubas höchstem Punkt mit 188 m – mit geführten Touren, Parkpass und Hitzetipps.
1,5–3,5 Std.