Aruba in 7 Tagen: aktive Reiseroute
Eine Woche Schnorcheln, Tauchen, Windsurfen und Wandern: die Buchten im Nordwesten, Wege und Höhlen im Arikok, der Natural Pool, ein Windtag in Hadicurari und der Aufstieg auf den Hooiberg.
5 Min. Lesezeit · Veröffentlicht am 29 Oktober 2026
Dieser Sieben-Tage-Plan richtet sich an Reisende, die den Großteil des Tages im Wasser oder auf dem Wanderweg verbringen möchten: Schnorcheln und Tauchen vom Ufer aus an der West- und Südküste, ein Tag Windsurfen oder Kitesurfen in Hadicurari, Wanderungen im Arikok-Nationalpark, der Natural Pool im 4×4 oder zu Pferd und der Aufstieg auf den Hooiberg. Der Passat auf Aruba – im Schnitt etwa 27 km/h, von Mai bis August am stärksten – bestimmt den Zeitplan: Wasseraktivitäten gleich am frühen Morgen, Windsport am Nachmittag, und jede Wanderung beginnt früh, um der Hitze zuvorzukommen.
Vor der Abreise
- Formalitäten: Die verpflichtende ED-Karte muss online im offiziellen Portal edcardaruba.aw innerhalb der 7 Tage vor der Reise ausgefüllt werden (eine pro Reisendem, Kinder eingeschlossen); wer per Flugzeug ankommt, zahlt die Nachhaltigkeitsgebühr von 20 US$ über dasselbe System.
- Auto: Am besten für die ganze Woche mieten – der Plan führt in jeden Winkel der Insel. Ein normaler Wagen genügt für die asphaltierten Straßen und die Hauptstraße im Arikok, doch der Natural Pool ist nur mit einem 4×4 erreichbar, und Standardfahrzeuge dürfen die Kontrollpunkte des Parks nicht passieren. Im Arikok gilt Tempo 20 km/h, und man muss auf den Parkstraßen bleiben.
- Arikok-Pass: Für den Eintritt in den Park ist gesetzlich ein Naturschutzpass vorgeschrieben; er wird im Visitor Center in San Fuego verkauft (täglich 8:00–15:30 Uhr geöffnet). Dort lässt sich nach Tages- und Jahrespässen fragen, falls mehrere Besuche geplant sind.
- Ausrüstung: riffschonende Sonnencreme, UV-Shirt, Wasserschuhe, pro Person eine 2-Liter-Wasserflasche für die Wanderungen (das Leitungswasser auf Aruba ist trinkbar und eignet sich zum Nachfüllen), Hut und geschlossene Schuhe für felsige Wege.
Tag 1: Ankunft, Eagle Beach und ein entspanntes Bad
Vom Flughafen sind es 15–20 Minuten zu den Hotels am Eagle Beach. Den Flug schüttelt man am besten mit einem Bad am Eagle Beach und einem Spaziergang bei Sonnenuntergang ab. Jetzt ist auch der Zeitpunkt, die Kurse der Woche zu buchen: eine Auffrischung oder einen Schnuppertauchgang im Gerätetauchen, eine Stunde Windsurfen oder Kitesurfen und die Tour zum Natural Pool.
Tag 2: Schnorcheln in den Buchten im Nordwesten
Um 8:00 Uhr sollte man an der Boca Catalina sein – etwa 10 Minuten vom Palm Beach entfernt –, bevor der Wind auffrischt und die Boote eintreffen. Anschließend geht es die Küste entlang zum Arashi Beach und zum Malmok Beach; an beiden vor dem Schwimmen Einstiegsstellen und Strömungen prüfen. Unser Schnorchel-Guide erklärt die Spots und die Regeln.
Nachmittags der Aufstieg zum California Lighthouse (30 m, 1916 fertiggestellt) mit Blick über die Dünen, danach Pause. Abends eine Segel- oder Sonnenuntergangsfahrt. Dabei prüfen, ob der gebuchte Ausflug einen Schnorchelstopp enthält.
Tag 3: Arikok – die lange Wanderung
Mit dem Auto zum Visitor Center in San Fuego (rund 20 Minuten vom Palm Beach), um zur Öffnung um 8:00 Uhr dort zu sein. Fast 20 % von Aruba sind Nationalpark, mit Wegen über Hügel, Kakteenbuschland und Kalksteinküste. Die Route wählt man gemeinsam mit den Rangern – unser Guide zum Wandern im Arikok beschreibt die wichtigsten Möglichkeiten – und sollte bis spätestens Vormittag von den ungeschützten Wegen herunter sein; die durchschnittlichen Höchsttemperaturen liegen das ganze Jahr über bei 30–33 °C.
Auf dem Rückweg lohnen die Fontein-Höhle, etwa 95 m lang und bekannt für ihre bräunlich-roten Arawak-Piktogramme, sowie ein Blick auf die Boca Prins – aber nicht baden: Schilder dort raten ausdrücklich davon ab, ins Wasser zu gehen, wegen starker, ständig vorhandener Rückströmungen. Der Nachmittag gehört der Erholung am Pool.
Tag 4: der Natural Pool im 4×4 oder zu Pferd
Der Natural Pool (Conchi) liegt an der rauen Nordküste innerhalb des Arikok. Es gibt drei Wege dorthin:
- Geführte 4×4- oder UTV-Tour – am bequemsten; siehe Jeep- und UTV-Touren.
- Reiten – ein geführter Ritt über die Pisten des Parks.
- Zu Fuß – 3–4 Stunden hin und zurück, am Ende mit steilen Natursteinstufen.
Baden ist nur bei ruhiger See sicher; Wellen können über die Felsen schlagen, und die Bedingungen ändern sich schnell – deshalb den Hinweisen der Ranger folgen. Wasserschuhe werden dringend empfohlen. Auf dem Rückweg lässt sich das Landesinnere verbinden: die Felsblöcke von Ayo und Casibari, 5 Minuten voneinander entfernt.
Tag 5: Windtag in Hadicurari
Hadicurari Beach, auch Fisherman's Huts genannt, ist laut Aruba Tourism Authority der beliebteste Ort auf Aruba, um Windsurfen und Kitesurfen zu lernen und zu üben – das jährliche Event Aruba Hi-Winds findet hier im Juni oder Juli statt. Das Wasser ist sehr flach und ruhig, was den Ort für Unterricht verzeihend macht. Empfehlenswert sind eine Stunde am Vormittag und eine Session am Nachmittag, wenn der Wind am stärksten ist. Die exponierte Ostküste rund um die Boca Grandi ist nur etwas für erfahrene Rider – vorab bei einer lokalen Schule nach den Bedingungen fragen.
Nichts für Windfans? Dann lässt sich dieser Tag gegen zwei Tauchgänge an der Westküste tauschen.
Tag 6: Hooiberg, San Nicolas und Baby Beach
7:30 Uhr – Hooiberg. Der 165 m hohe Hügel in der Inselmitte hat eine Betontreppe mit rund 587 Stufen. Mit den ersten Sonnenstrahlen hinaufgehen: Es gibt keinen Schatten.
Später Vormittag – San Nicolas. Etwa 25–30 Minuten Richtung Südosten. Dort dem Street-Art-Spaziergang zwischen den Wandbildern folgen.
Nachmittag – Baby Beach (9 Minuten von San Nicolas). Eine ruhige, flache Lagune; geschnorchelt wird nur im markierten Bereich nahe der Buchteinfahrt. Der nahe Rodgers Beach ist eine Alternative für alle, die einen ruhigeren Abschnitt suchen.
Tag 7: Paddeln an der Mangel Halto, dann Abflug
Früher Morgen – Mangel Halto (etwa 20 Minuten vom Palm Beach, 13 von Oranjestad): ein geschützter Strand für eine letzte Runde Kajak oder Stand-up-Paddling oder zum Schnorcheln. Mittagessen im Zeerovers im nahen Savaneta.
Flug in die USA? Die US-Einreise- und Zollkontrolle erfolgt schon am Flughafen von Aruba vor dem Boarding (Preclearance), und Fluggesellschaften wie JetBlue empfehlen, 3 Stunden vor Abflug da zu sein. Taucher: Die in der Tauchausbildung vorgegebene Mindestpause zwischen dem letzten Tauchgang und dem Flug beachten – den letzten Tauchgang am besten auf Tag 5 legen.
Den Plan an die Jahreszeit anpassen
- Mai bis August: die windigsten Monate – ideal für Tag 5, rauer für Bootsausflüge; früh schnorcheln.
- Oktober bis Dezember: der schwächste Wind und der meiste Regen (77–87 mm im Monat), meist als Schauer am frühen Morgen. Besser zum Schnorcheln, schlechter für Windsport.
- März bis September: Nistzeit der Meeresschildkröten – an den Stränden nachts die Lichter ausschalten und weit Abstand zu den Nestern halten.
Für ein ruhigeres Tempo gibt es die 5-Tage-Reiseroute für Erstbesucher; zur Terminwahl die Seite zur besten Reisezeit für Aruba.